Riley – Besinnung auf frühere Stärken und wie Touching Ball autorisierter Händler wurde.

Riley SnookerNach wahrscheinlich mehr als 100 verkauften antiken und restaurierten Riley-Snookertischen, hatten wir kürzlich eine Anfrage für einen neuen Riley-Snookertisch, einen Riley Aristocrat Champion.

Im Zuge der Recherche und Bestellung für diesen Snookertisch kam es zur Auffrischung der bisher nur sporadischen Geschäftsbeziehung mit Riley. Dabei erfuhren wir unter anderem, dass die Produktion von Snookertischen wie auch von Pool-Billardtischen, die mit Schieferplatten ausgerüstet sind, wieder komplett zurück nach England verlagert wurde.
Riley war nach eigener Aussage zunehmend unzufrieden mit der Qualität (Verarbeitung, Schiefer, Holz), den hohen Kosten und langen Lieferzeiten seiner nach China ausgelagerten Produktion.
Rileys Rückbesinnung auf traditionelle Ansprüche und frühere Stärken war für uns Anlaß über eine intensivere Zusammenarbeit mit Riley nachzudenken. Im Ergebnis der Gespräche mit dem verantwortlichen Management für den internationalen Handel, wurden wir als Firma Touching Ball als autorisierter Riley-Händler gelistet und  freuen uns ab sofort Riley-Snookertische Made in UK anbieten zu können.
Parallel nehmen wir eine neu von Riley auf den Markt gebrachte Queue-Serie in unser Sortiment auf. Ein völlig neuartig konstruierter Schaft, der sogenannte „L8 Laminated Cue Shaft“ wird bei bisher sechs Modellen eingesetzt. Die neue Queue-Serie Riley Elegance mit weiteren Informationen, darunter einen Videoclip, in dem Mark Selby diese Innovation testet, finden Sie in unserem Onlineshop.

Riley Aristocrat Tournament Champion

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Ziel in Sicht, volle Kraft voraus!

Chemnitzer BillardvereinNach dem überragenden Erfolg mit dem Titelgewinn im Deutschen Pokalfinale im Herbst in Bad Wildungen galt es für die Billardkegler des 1. Chemnitzer BC, sich nunmehr voll auf das Tagesgeschäft, die bevorstehenden Aufgaben in der Bundesliga, zu konzentrieren. Am letzten November-Wochenende standen gleich zwei Highlights ins Haus. So begrüßte man an der Bernhardstraße zunächst Stadt-Konkurrent TuS Ascota Chemnitz zum ersten innerstädtischen Derby auf Bundesebene. Fast auf den Tag genau vor 30 Jahren hatte das letzte Chemnitzer Derby in der höchsten Spielklasse, der damaligen DDR-Oberliga, zwischen beiden Vereinen stattgefunden. Damals lautete die Ansetzung BSG Motor Ascota Karl-Marx-Stadt gegen CSG „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt. Im aktuellen Aufgebot des TuS Ascota stehen immer noch mit Hartmut Stecher und Bernd Zika zwei Spieler, welche am damaligen Spiel teilnahmen, seinerzeit allerdings als Gegner. Stecher spielte damals auf Seiten der CSG, dem heutigen 1. Chemnitzer BC.

Der Papierform nach zu urteilen versprach die Ansetzung am Samstag ein gehöriges Maß an Spannung und Brisanz. Ascota, bis dato mit guten Leistungen, aber glücklos in der Bundesliga auf dem vorletzten Platz rangierend, und der CBC mit dem Schwung aus gutem Ligaauftakt und Pokalsieg ausgestattet. Und… die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Der CBC startete gut, Ascota jedoch besser. So führten die Gäste zur Hälfte des Spieles mit 897:848. An Position 4 folgte ein grandioser Auftritt von Sven Hölzel der mit 342 und persönlicher Wettkampfbestzahl dem Gäste-Kapitän Jörg Tischer 47 Holz abnahm und den Rückstand auf 2 „Hölzel“ verkürzte. In der nächsten Runde ließ Youngster Till Fritzsche nicht viel anbrennen und büßte auf seinen Gegner nur 15 Holz ein. 17 Punkte Rückstand für den letzten Durchgang, das bedeutet für Marcus Marsch Schlagdistanz. Und er erspielte gewohnt stark und souverän 315 Punkte, sein Kontrahent Bernd Zika nur 285. Die Derby-Punkte blieben mit 1782:1769 auf dem iproplan-Gelände. Wichtige Punkte für das ausgegebene Saisonziel Klassenerhalt. Der Abstand nach diesem 7. Spieltag gegenüber dem TuS Ascota auf dem ersten Abstiegsrang betrug nunmehr schon 8 Punkte.

Das Spiel am folgenden Sonntag sollte also nun als Spitzenspiel gelten. Die Chemnitzer, nach wie vor auf dem dritten Tabellenrang, empfingen den Tabellenführer und amtierenden deutschen Meister SV Leuthen/Oßnig. Im Spiel allerdings erstarrten die Gastgeber in Ehrfurcht vor der Leistung des Champions aus dem Cottbuser Umland. Nach „normalem“ Beginn, bei dem nach zwei Durchläufen bereits auf Gästeseite zwei „300er“ zu Buche standen, kam Sven Hölzel, der Dominator des Vortages, nicht so recht in die Gänge. Nach mäßigen 260 und der gegnerischen 309 von Petzke sah man sich zur Halbzeit mit 806:936 im Hintertreffen. In dieser Liga und insbesondere bei diesem Gegner ist das nicht mehr aufzuholen. So schaute man dann mehr oder weniger zu, wie sich Leuthen anschickte, sämtliche Rekorde zu brechen. Die Gäste legten noch 301 und mit dem tagesbesten Silvio Zedel 329 Punkte nach. Als Schlussspieler hatte dann der frischgebackene Deutsche Meister Martin Maltzahn die Aufgabe, auf den deutschen Mannschaftsrekord zu zielen. Dieser liegt aktuell bei 1885 Punkten. Also 320, für ihn eine machbare Zahl. Selbst die magische 1900 nicht unerreichbar. Die eigene Team-Bestzahl mit 1827 eigentlich schon Makulatur, zeigte sich der Meister doch recht nervös. Nach guter Halbzeit von 157 erzielte er nur 301. Endergebnis 1660:1867. Trotzdem eine Riesennummer für Leuthen, erstmalig in der Billardkegel-Geschichte, dass alle 6 Starter ein Ergebnis jenseits der 300er-Marke in einem Spiel erzielten. Die Frotzeleien der Beteiligten ertrug Martin tapfer, nahm er doch mit seiner Zahl letztlich noch den sogenannten „Sack“ in seiner Mannschaft.

Am 2. Adventswochenende ging es für den CBC noch einmal auf die Reise in den Spreewald. Am Samstagnachmittag war man beim Tabellenzweiten SV Neuzauche zu Gast. Die Spreewälder, keinesfalls als „Gurkentruppe“ bekannt, spielten ihre Heimstärke aus und siegten im letzten Spiel der Hinrunde mit 1789:1696. Das bedeutete für die Chemnitzer aber eine ordentliche Auswärtsleistung und trotzdem einen guten Abschluss der ersten Saisonhälfte. 10:6 Punkte und Platz 3. Über den Erwartungen.
Der Spielplan der Rückrunde läuft von den Ansetzungen her dem der Hinrunde entgegen und so durften gleich am Sonntag die Neuzaucher an der Bernhardstraße antreten. In den kurzen Eröffnungsansprachen der beiden Kapitäne vor dem Spiel werden meist allerlei gute Wünsche und sonstige belanglose Floskeln vor dem unvermeidlichen „Sport frei“ ausgetauscht. Manche wünschen sich aber auch ein spannendes Spiel, was allerdings CBC-Kapitän Mario Gehrke meistens vermeidet auszusprechen. Logisch, man möchte das Spiel ja deutlich gewinnen und nicht in Bedrängnis geraten. In diesem Falle muss sich irgendjemand ein ganz besonders spannendes Spiel gewünscht haben, vom Gäste-Käptn war in dieser Richtung auch nichts zu hören.

Der 1. Chemnitzer BC hielt in bewährter Aufstellung (Zenker 274, Striegnitz 294, Gehrke 283, Hölzel 300) vom Start weg gut mit und ging nach 4 Runden sogar mit 1151:1143 in Führung. Dann sollte aber der Wahnsinn losbrechen. Die fünfte Paarung lautete Till Fritzsche gegen Hartmut Schindler. Schindler ist einer der stärksten und angriffslustigsten Spieler, die die Billardkegel-Welt kennt. Außenstehende könnten eine „Packung“ für den CBC-Junior befürchten. Schindler tat auch sein Bestes dazu, als er entfesselt spielend nach 170 Punkten zur Halbzeit am Ende mit 347 Points den Tisch verließ. Jedoch der „Kleine“ auf Seiten der Gastgeber tummelte sich hervorragend mit in der Schlacht und erzielte in stoischer Gelassenheit nach 155 „Halben“ mit 303 seine bisherige persönliche Bestzahl. Ist der Begriff „Schlagdistanz“ beim Stand von 1454:1490 dehnbar? Marcus Marsch hatte als Schlussstarter buchstäblich eine Riesen-Aufgabe vor sich, von Gäste-Schlussmann Andreas Kühn kann man durchaus auch ein Ergebnis jenseits der 300er-Marke erwarten. Marcus, gewohnt zügig vortragend, hatte nach 50 Stoß 160 Punkte an der Uhr, Kühn lag bei 145 an dieser Stelle. Hoffnung keimte auf. Am Ende der Partie stand Marcus, nachdem er auf hohem Niveau gespielt hatte, bei 329 vor dem letzten Stoß. Eine komplizierte Stellung zwang ihn zu mehrminütigem Überlegen, er verwandelte sicher zu 5 Punkten und erzielte damit 334 Zähler. Gegner Kühn hatte noch 10 Stoß zu absolvieren und kannte damit die Zielvorgabe. Sein Tableau zeigte 263 an. 36 Punkte auf 10 Stoß, absolut machbar in dieser Klasse. Kühn spielte auch souverän weiter, brauchte vor den letzten 3 Stoß noch 12 Punkte. Im drittletzten Versuch erzielte er 5 und danach noch 3 Punkte. Letzter Stoß, 4 Points zum Sieg! Er hatte sich aber eine Stellung erspielt, die das gewünschte Ergebnis nicht so einfach versprach. Die Spannung im Raum befand sich auf dem Siedepunkt. Totenstille. Kühn drückte nach kurzer Konzentrationsphase ab, spielte den Ball ein wenig zu lang, so dass er nur einen Kegel umwarf, Ergebnis 296! 1788:1786! Sieg für den 1. Chemnitzer BC! Unbändiger Jubel an der Bernhardstraße! Der CBC feierte also Weihnachten mit 12:8 Punkten auf Tabellenplatz 4.
Das neue Jahr startete am zweiten Januar-Wochenende mit den Rückspielen gegen den TuS Ascota Chemnitz und den SV Leuthen/Oßnig. Im zweiten Derby in der Spielstätte an der Dittersdorfer Straße zeigte die Truppe des 1. Chemnitzer BC ein eher schwächeres Spiel. Keiner erreichte über 300 Punkte. Auch auf Seiten der Gastgeber war dazu an diesem Tag niemand in der Lage, aber durch eine geschlossenere Mannschaftsleistung konnte Ascota die Punkte behalten. 1697:1618 lautete das Ergebnis, für den TuS wichtige Punkte. Ist man doch arg in Nöten und befindet sich mitten im Abstiegskampf.

Der Ausflug zum Tabellenführer und wahrscheinlich auch alten und neuen Deutschen Meister Leuthen/Oßnig war ebenso wenig von Erfolg gekrönt. Die Rand-Cottbuser spulten ihr Programm souverän herunter und die Chemnitzer hatten nichts weiter entgegen zu setzen. Das Ergebnis von 1751:1621 muss man halt einfach so hinnehmen, angesichts der Tatsache, dass man im Vorjahr noch schlechter dort gespielt hatte. Nach diesem 12. Spieltag fand sich der 1. Chemnitzer BC also im Tabellenmittelfeld auf dem 5. Platz mit 12:12 Punkten wieder, übrigens in sehr enger Konstellation, aber im Bewusstsein, noch vier der restlichen sechs Spiele zu Hause austragen zu dürfen.
Am ersten Februar-Samstag sollten also die Weichen gestellt werden, in welche Richtung die Tabellenfahrt nun führen soll. Um sich aus den heiß umkämpften Regionen der Tabelle heraus halten zu können, musste ein Sieg gegen den punktgleichen VBSF Cottbus her. Mit einer leicht modifizierten Aufstellung, der stärkste Chemnitzer Marcus Marsch spielte bereits an Position 3, versuchte man den entsprechenden Druck auf den Gegner auszuüben. Und der Plan ging auf. Nach gutem Start von Daniel Striegnitz (278) legten vor allen Wolfram Zenker mit 300 und Marcus Marsch mit 313 den Grundstein für den Erfolg. Nach dem 4. Durchgang lag der 1. Chemnitzer BC mit 111 Holz in Führung, welche auch bis zum Ende nicht mehr hergegeben wurde. 1682:1615, eine solide Heimleistung, auch in Anbetracht der äußeren Umstände. Herrschte doch gegen Ende des Spieles nicht nur auf Seiten der Gäste eine, sagen wir, etwas „frostige“ Atmosphäre. Die Heizung hatte kurz nach Beginn des Spieles den Dienst quittiert.
Das Sonntagspiel gegen den FSV Fortuna Britz stand zwischenzeitlich auf der Kippe. Wegen der kaputten Heizung hatte man noch am Samstagabend den Sportfreunden aus der Nähe von Eberswalde angeboten, das Spiel zu verlegen. Diese waren aber schon im Raum Chemnitz angereist und wollten die Herausforderung annehmen, notfalls mit Mütze und Schal. So traf man sich dann am Sonntagvormittag in den Räumen an der Bernhardstraße. Bei mittlerweile sehr angenehmer Raumtemperatur, dem nächtlichen Einsatz der Kollegen der Haustechnik sei Dank. Es folgte wiederum ein grundsolider Auftritt der Hausherren ohne die ganz großen Highlights. Die Britzer leisteten beim 1652:1545 recht wenig Gegenwehr.
Der 1. Chemnitzer BC biegt nunmehr mit 16:12 Punkten auf die Zielgerade der Saison ein. Die am Saisonbeginn ausgegebene Vorgabe, die Klasse halten zu wollen, dürfte bei 8 Punkten Abstand zum Abstiegsplatz und noch vier Spielen erreicht sein. Der derzeitige Tabellenstand läßt natürlich auch noch Raum für Spekulationen nach oben. Platz 4 und punktgleich mit dem Drittplatzierten. Dieser heißt FSV Spremberg und stellt auch gleichzeitig am 25. Februar das nächste Ausflugsziel für den CBC dar. Soll vielleicht am Ende der Saison doch gar noch eine Medaille drin sein? Träumen darf man ja mal.

Auf jeden Fall lautet die Devise „Volle Kraft voraus!“ bei der Fahrt ins Brandenburgische Kohlerevier. Es gibt dort nichts zu verlieren, genauso wenig wie am 26. Februar in Leukersdorf und dann zu Hause am 17./18. März gegen Netzen und Burg.

[Quelle: Chemnitzer Billardverein]

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